Social-Media-Bildgrößen 2026: Alle Maße auf einen Blick
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Ein falsch zugeschnittenes Bild kostet dich Reichweite, bevor es überhaupt jemand richtig sieht. Köpfe werden abgeschnitten, Text rutscht aus dem sichtbaren Bereich, das Motiv wirkt gequetscht. Wer die gängigen Formate kennt und schon beim Fotografieren mitdenkt, spart sich das nachträgliche Gefrickel. Hier bekommst du die üblichen Richtwerte für die wichtigsten Plattformen — plus das Wissen, worauf es beim Export wirklich ankommt.
Warum Seitenverhältnis wichtiger ist als Pixel
Die konkrete Pixelzahl kannst du fast immer hochskalieren — entscheidend ist das Seitenverhältnis. Ein Bild im Verhältnis 4:5 passt in jeden Instagram-Feed, egal wie viele Pixel die Kante hat. Stimmt das Verhältnis nicht, beschneidet die Plattform automatisch, und zwar meist an der ungünstigsten Stelle. Merk dir deshalb vor allem die Verhältnisse: 1:1 (quadratisch), 4:5 (Hochformat Feed), 9:16 (Vollbild Story/Reel), 16:9 (Querformat, Video und Thumbnails).
Instagram: Feed, Story und Reel
Instagram ist heute stark hochformatig. Für den Feed hat sich das Verhältnis 4:5 durchgesetzt, weil es auf dem Handy den meisten Platz einnimmt — als Richtwert etwa 1080 × 1350 Pixel. Quadratisch (1080 × 1080) geht weiterhin, nutzt aber weniger Bildschirmfläche. Stories und Reels laufen im Vollbild 9:16, also rund 1080 × 1920 Pixel. Wichtig dabei: Halte Text und wichtige Motive aus den oberen und unteren rund 15 Prozent heraus, weil dort Bedienelemente und Profilname liegen.
Facebook, LinkedIn und Co.
Auf Facebook funktioniert ein geteilter Feed-Post gut im Verhältnis 4:5 oder 1:1, das Titelbild ist deutlich breiter (etwa 16:9 bis 2,7:1). LinkedIn zeigt Feed-Bilder am besten quadratisch oder im Verhältnis 1200 × 1350 als Hochformat, weil das mehr Aufmerksamkeit zieht. Für geteilte Links greift LinkedIn auf ein 1,91:1-Vorschaubild zurück — etwa 1200 × 627 Pixel. Pinterest belohnt hohe Formate: 2:3 (1000 × 1500) ist der Klassiker, längere Pins werden teils gestaucht dargestellt.
YouTube-Thumbnail und Video
Video-Content lebt vom Querformat 16:9. Das YouTube-Thumbnail hat als Richtwert 1280 × 720 Pixel und sollte unter der Dateigrößengrenze der Plattform bleiben. Denk daran, dass Thumbnails oft winzig angezeigt werden — große, klare Motive und wenig Text funktionieren besser als vollgepackte Collagen. Für YouTube Shorts gilt wie bei Reels und Stories das Hochformat 9:16.
Die gängigen Maße im Überblick
| Format | Verhältnis | Richtwert (px) |
|---|---|---|
| Instagram Feed | 4:5 | 1080 × 1350 |
| Instagram quadratisch | 1:1 | 1080 × 1080 |
| Story / Reel / Short | 9:16 | 1080 × 1920 |
| Facebook Feed | 4:5 / 1:1 | 1080 × 1350 |
| LinkedIn Feed | 1:1 / 4:5 | 1200 × 1350 |
| LinkedIn Link-Vorschau | 1,91:1 | 1200 × 627 |
| Pinterest Pin | 2:3 | 1000 × 1500 |
| YouTube-Thumbnail | 16:9 | 1280 × 720 |
Sicherer Bereich: wo Text und Motiv überleben
Vor allem bei Stories und Reels gibt es einen unsichtbaren „sicheren Bereich“, in dem dein Inhalt garantiert sichtbar bleibt. Oben blenden die Plattformen Profilname und Zeitleiste ein, unten liegen Antwortfeld, Buttons und der Aufruf zur Interaktion. Als grobe Orientierung solltest du wichtige Elemente aus dem oberen und unteren Fünftel des 9:16-Formats heraushalten und mittig anordnen. Für Karussell-Posts gilt Ähnliches: Wenn du Bildreihen erstellst, die über mehrere Slides laufen, kalkuliere die Beschnittkanten ein, damit an den Übergängen kein Gesicht zerschnitten wird.
Auch das gleiche Bild wirkt je nach Plattform anders. Ein Motiv, das quadratisch stark ist, kann im Hochformat plötzlich viel Leerraum haben. Deshalb lohnt es sich, schon beim Fotografieren an das Zielformat zu denken: Für Instagram fotografierst du eher hochkant und lässt oben und unten Luft, für ein YouTube-Thumbnail hältst du das Hauptmotiv bewusst auf einer Bildhälfte, damit daneben Platz für Text bleibt. Wer das im Kopf hat, muss später weniger beschneiden und verliert weniger Bildqualität.
Richtig exportieren: Format, Farbe, Kompression
Exportiere für das Web im sRGB-Farbraum. Fotos, die in einem größeren Farbraum wie Adobe RGB gespeichert sind, wirken in Social-Media-Apps oft blass oder verschoben, weil die Plattformen sRGB erwarten. Als Dateiformat ist JPEG für Fotos der bewährte Standard; PNG lohnt sich nur bei Grafiken mit Text oder transparenten Flächen. Moderne Formate wie WebP sind kleiner bei gleicher Qualität, werden aber nicht überall gleich gut unterstützt.
Beim JPEG-Export gibt es einen Zielkonflikt: kleine Datei gegen hohe Qualität. Ein Qualitätswert um 80 bis 85 Prozent ist meist der beste Kompromiss — sichtbar scharf, aber ohne unnötige Dateigröße. Lade lieber gleich in der von der Plattform gewünschten Auflösung hoch, statt ein riesiges Bild reinzuwerfen, denn die plattformeigene Nachkomprimierung ist oft aggressiver und ruppiger als dein eigener, kontrollierter Export.
Auflösung, Bildschärfe und Retina-Displays
Ein verbreitetes Missverständnis: Für das Web brauche man nur 72 dpi. Die dpi-Angabe spielt bei der Bildschirmdarstellung praktisch keine Rolle — was zählt, ist allein die Pixelmenge. Ein Bild mit 1080 Pixeln Kantenlänge sieht auf jedem Display gleich aus, egal welche dpi im Export stehen. Wichtiger ist, dass moderne Handys mit hochauflösenden Displays feine Details zeigen. Lädst du zu klein hoch, wirkt das Bild auf diesen Bildschirmen matschig, weil es hochskaliert werden muss. Halte dich deshalb an die Richtwerte oder gehe leicht darüber, statt darunter.
Beim Schärfen für Social Media gilt: Ein fürs Web leicht nachgeschärftes Bild wirkt auf kleinen Displays knackiger. Übertreib es aber nicht, denn die plattformeigene Kompression kann überschärfte Kanten in unschöne Artefakte verwandeln. Ein moderates Ausgabe-Schärfen nach dem Verkleinern auf die Zielgröße ist der richtige Weg — nicht vorher am großen Original.
Ein Workflow für alle Kanäle
Statt für jede Plattform ein Einzelbild zu bauen, lohnt sich ein durchdachter Ausgangspunkt: Fotografiere und bearbeite in hoher Auflösung und lasse rund um das Hauptmotiv bewusst Platz. Aus so einer Vorlage schneidest du danach mühelos 4:5 für den Feed, 9:16 für die Story und 1:1 für andere Kanäle heraus, ohne dass etwas Wichtiges wegfällt. Leg dir Export-Voreinstellungen für die drei, vier Formate an, die du wirklich nutzt — das spart bei jedem Post Zeit und sorgt dafür, dass deine Bilder überall scharf und richtig proportioniert ankommen.
Ein letzter Punkt, der oft untergeht: Konsistenz. Wenn deine Bilder auf einem Kanal immer im gleichen Verhältnis und mit ähnlicher Bearbeitung erscheinen, wirkt dein Profil wie aus einem Guss und bleibt eher im Gedächtnis. Wähle also nicht bei jedem Post ein neues Format, sondern entscheide dich pro Plattform für einen Standard — etwa durchgängig 4:5 im Instagram-Feed. So arbeitest du schneller, dein Auftritt sieht professioneller aus, und du musst dir die Maße nur einmal merken statt bei jedem Beitrag neu zu überlegen.
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Veröffentlicht durch die Pixelscharf-Redaktion. Veröffentlicht am 20. Juli 2026.
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