Porträtfotografie für Einsteiger

Porträtfotografie für Einsteiger

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Die wichtigsten Aspekte im Überblick

  • Lichtverhältnisse erkennen und gezielt nutzen – natürliches Licht, künstliches Licht, Mischlicht und ihre jeweiligen Besonderheiten
  • Die richtige Kameraeinstellung für jede Aufnahmesituation wählen und die Zusammenhänge zwischen Blende, Verschlusszeit und ISO-Wert verstehen
  • Bildkomposition bewusst gestalten – von der bewährten Drittel-Regel über führende Linien bis hin zu kreativen Regelverstößen
  • Bildbearbeitung als integralen Teil des kreativen Prozesses begreifen und nicht als nachträgliche Korrektur von Fehlern

Konkrete Einstellungen und Werte

Kamera-Setting für Porträts: Blendenpriorität, Blende f/2.0–f/2.8, Einzelfeld-AF auf das nähere Auge, ISO so niedrig wie möglich. Bei Kameras mit Augenerkennung: unbedingt aktivieren und der Technik vertrauen – moderne Systeme treffen in 95 % aller Fälle auf Anhieb das richtige Auge.

Dein Porträt-Shooting Schritt für Schritt planen

Bevor du die Kamera in die Hand nimmst, kläre drei Dinge: Wo ist das Licht am weichsten, welcher Hintergrund lenkt nicht ab, und wie viel Abstand brauchst du zwischen Person und Hintergrund? Such dir ein Nordfenster oder einen schattigen Hauseingang – dort bekommst du weiches, gleichmäßiges Licht ohne harte Schatten. Stell deine Kamera auf Blendenpriorität (A/Av), wähle f/2.8 bei einem 50-mm-Objektiv und aktiviere den Augen-AF. ISO auf Auto, aber maximal ISO 1600 begrenzen. Fotografiere im Hochformat und lass über dem Kopf etwas Luft – zu eng beschnitten wirkt beklemmend.

Häufige Porträt-Patzer und wie du sie vermeidest

Der Klassiker: Du fotografierst die Person direkt vor einer Wand. Das Ergebnis sind harte Schatten und null Tiefenwirkung. Bring mindestens 2–3 Meter Abstand zwischen Model und Hintergrund – bei f/2.8 und 85 mm verschwimmt der Hintergrund dann zu cremigem Bokeh. Zweiter Fehler: Fokus auf die Nasenspitze statt aufs Auge. Bei Offenblende liegt die Schärfentiefe bei nur 3–5 cm – da entscheidet jeder Millimeter. Dritter Fehler: Mittagssonne. Zwischen 11 und 14 Uhr entstehen dunkle Augenhöhlen und harte Kinnschatten. Weiche lieber auf die Stunde nach Sonnenaufgang oder vor Sonnenuntergang aus.

Porträt-Stile entwickeln und festigen

Probiere in den ersten Wochen drei unterschiedliche Setups: Ein Close-up-Porträt mit 85 mm bei f/1.8 (Kopf und Schultern, Abstand 1,5 m), ein Halbkörper-Porträt mit 50 mm bei f/2.8 (Abstand 2,5 m) und ein Umgebungsporträt mit 35 mm bei f/4 (Abstand 3–4 m). Vergleiche die Ergebnisse und entscheide, welcher Stil dir liegt. Entwickle daraus dein eigenes Preset in Lightroom – leicht entsättigte Hauttöne, warmer Weißabgleich bei 5800 K und dezente Vignette erzeugen einen einheitlichen Look, den Betrachter sofort mit deinen Bildern verbinden.

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