Tamron 17-70mm f/2.8: Das Allround-Zoom für APS-C im Test

Tamron 17-70mm f/2.8: Das Allround-Zoom für APS-C im Test

Pixelscharf··0 Aufrufe
Artikel/Tamron 17-70mm f/2.8: Das Allround-Zoom für APS-C im Test

Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir möglicherweise eine kleine Provision — ohne Mehrkosten für dich. Das hilft uns, weiterhin kostenlose Inhalte zu erstellen.

Ein Objektiv für (fast) alles, das ist das Versprechen des Tamron 17-70mm f/2.8 Di III-A VC RXD. Von Weitwinkel (25,5mm Äquivalent) bis zum leichten Tele (105mm Äquivalent), durchgehend mit f/2.8 und dazu noch mit Bildstabilisator. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Ein Praxisbericht.

Die Eckdaten

  • Brennweite: 17-70mm (25,5-105mm Äquivalent an APS-C)
  • Maximale Blende: f/2.8 durchgehend
  • Minimale Blende: f/22
  • Bildstabilisator: Ja (VC, Vibration Compensation)
  • Filtergewinde: 67mm
  • Gewicht: 525g
  • Naheinstellgrenze: 19cm (bei 17mm)
  • Preis: ca. 700-800 Euro (Neupreis)

Bildqualität

Schärfe

Für ein Zoom mit diesem Brennweitenbereich ist die Schärfe beeindruckend. Im mittleren Bereich (24-50mm) bei f/2.8 bereits sehr gut, ab f/4 exzellent. An den Randbereichen (17mm und 70mm) etwas weicher bei Offenblende, aber nach Abblenden auf f/4 völlig ausreichend.

Tamron 17 70mm f28 review test: practical guide overview
Tamron 17 70mm f28 review test
💎

Canon EF 50mm f/1.8 STM

Das 'Nifty Fifty', unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis für Porträtfotografie.

* Affiliate-Link, wir erhalten eine kleine Provision

Bei Amazon ansehen →

Verglichen mit dem Kit-Zoom (16-50mm f/3.5-5.6) ist der Schärfeunterschied sofort sichtbar, besonders in den Ecken und bei Offenblende.

Bokeh

f/2.8 ist an APS-C kein Freistellungswunder, aber die Kombination aus 70mm und f/2.8 liefert bei Porträts deutlich sichtbares Bokeh. Nicht auf dem Niveau einer f/1.4-Festbrennweite, aber für ein Zoom dieser Klasse sehr ordentlich. Die Unschärfe ist gleichmäßig und angenehm.

Bokeh-Vergleich: Bei 70mm f/2.8 an APS-C entspricht die Freistellung ungefähr einem 105mm f/4.2 am Vollformat. Das reicht für deutlich sichtbare Hintergrundunschärfe bei Porträts, besonders wenn Abstand zwischen Motiv und Hintergrund besteht.

Verzeichnung und Vignettierung

Bei 17mm gibt es merkliche Tonnenverzeichnung, die aber von der Kamera (oder Lightroom) automatisch korrigiert wird. Vignettierung ist bei Offenblende sichtbar, verschwindet beim Abblenden. Beides sind keine Praxis-Probleme, da die automatische Korrektur zuverlässig arbeitet.

Autofokus

Der RXD-Motor (Rapid eXtra-silent stepping Drive) arbeitet schnell und nahezu lautlos. An der Alpha 6400 fokussiert das Tamron schnell und zuverlässig, auch bei AF-C und Tracking. Für Video ist der leise AF ein großer Pluspunkt.

Tamron 17 70mm f28 review test: step-by-step visual example
Tamron 17 70mm f28 review test

Bildstabilisator

Das VC-System im Objektiv ist für die Alpha 6400 besonders wertvoll, da die Kamera keinen eingebauten Bildstabilisator hat. In der Praxis lassen sich bei 70mm noch scharfe Freihand-Aufnahmen bei 1/15-1/20 Sekunde erzielen, das sind 3-4 Blendenstufen Gewinn.

Verarbeitung und Handling

Mit 525g ist das Tamron kein Leichtgewicht, aber für den gebotenen Brennweitenbereich und die durchgehende f/2.8 absolut angemessen. Das Kit-Zoom wiegt 116g, aber leistet auch deutlich weniger. Das Tamron liegt gut in der Hand und balanciert die Alpha 6400 ordentlich aus.

Der Zoomring dreht sauber, der Fokusring reagiert präzise. Feuchtigkeitsschutz ist vorhanden, bei leichtem Regen kein Problem. Die Verarbeitungsqualität ist auf Augenhöhe mit deutlich teureren Objektiven.

Stärken und Schwächen

Stärken

  • Riesiger Brennweitenbereich (Weitwinkel bis Porträt)
  • Durchgehend f/2.8, einzigartig in dieser Klasse
  • Eingebauter Bildstabilisator
  • Hervorragende Naheinstellgrenze (19cm bei 17mm)
  • Schneller, leiser Autofokus
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Schwächen

  • Größer und schwerer als das Kit-Zoom
  • Bei 17mm f/2.8 in den Ecken nicht perfekt (wird ab f/4 gut)
  • Nur APS-C, nicht an Vollformat nutzbar
  • Kein Zoom-Lock, bei gerichtetem Transport fährt das Objektiv leicht aus
Ehrliche Einschränkung: f/2.8 ist an APS-C nicht dasselbe wie f/2.8 an Vollformat. Für wirklich starkes Bokeh bei Porträts bleibt eine Festbrennweite mit f/1.4 die bessere Wahl. Das Tamron ist ein exzellenter Allrounder, aber kein Spezialist.

Für wen lohnt sich das Tamron?

Klare Empfehlung für: Wer ein Objektiv für alles sucht, Reise, Alltag, Events, Landschaft und Porträt. Wer nicht ständig Objektive wechseln will und trotzdem eine deutlich bessere Bildqualität als mit dem Kit-Zoom haben möchte. Es ist das ultimative "Immer-Drauf" für APS-C.

Eher nicht für: Wer hauptsächlich Porträts mit extremem Bokeh fotografiert (Festbrennweite besser) oder wer das leichteste Setup möglich will (Kit-Zoom + Festbrennweite ist leichter).

objektivetamronreviewzoom
📷

Fotografie-Tipps für bessere Bilder

Neue Tutorials, Objektiv-Tests und Lightroom-Tipps – jede Woche Inspiration.

🎁 Gratis dazu: Fotografie-Einsteiger-Guide (PDF)

📖

Mehr entdecken

Alle Artikel auf Pixelscharf

Das könnte dich auch interessieren

Kommentare (0)

Kommentar schreiben

Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft.

Veröffentlicht durch die Pixelscharf-Redaktion. Veröffentlicht am 1. Juli 2026.

Verantwortlich i.S.d. § 18 MStV: siehe Impressum.

Fehler entdeckt oder ergänzende Erfahrung? korrektur@pixelscharf.de